Geschichten aus Bad Kleinkirchheim
Mein trauriges Mountainbike
Autor: Stefan Heinisch
Kann ein Mountainbike traurig sein? Ja, kann es - und das sieht man auf diesem Foto meiner Meinung nach besonders gut. Geradezu bemitleidenswert lehnt es an der Schrankwand mit den Aktenordnern in meinem Büro im Tourismusverband Bad Kleinkirchheim und somit weit weg vom anspruchsvollen Terrain der Bikestrecken in den Nockbergen. Der Sattel, viel zu tief und gar nicht korrekt festgestellt, verrät die wahre Nutzungsintensität meines Alu-Esels, mit dem ich seit seiner Geburt 2003 im KTM-Werk Mattighofen schon viel erlebt habe. In letzter Zeit ist es aber ruhig um uns beide geworden. Leider.
Normalerweise kann ich in einer längeren Bike-Pause vom letzten Ausflug zerren, aber auch der, war nicht so wirklich befriedigend. Gemeinsam mit Wolfgang Krainer vom Bikezentrum in Feld am See begleitete ich einen Journalisten, der das regionale Tourenangebot unter fachkundiger Begleitung kennenlernen wollte (mit fachkundig meinte er den Wolfgang Krainer, nicht mich!), aber allerdings nicht allzuviel Zeit hatte (kommt bei Medienvertretern durchaus öfters vor).
So geschah es, dass wir zur Überwindung der rund 1.000 Höhenmeter von Bad Kleinkirchheim auf die Kaiserburg die gleichnamige Gondel benutzten, was ich als bekennender Tourenbiker (Anmerkung: jener Bikertypus, der stolz auf jeden selbst gefahrenen Höhenmeter ist) eigentlich strikt ablehne. Oben angekommen und gar nicht stolz über den technischen "Vertical jump" auf das Dach von Bad Kleinkirchheim, ging es dann auch gleich (für mich unüblich in dieser Reihenfolge) an den Downhill in Richtung Feldpanalm, hoch über Feld am See.
20 Minuten später und nach der Überwindung von ca. 7-10 Höhenmeter aus eigener Muskelkraft saß ich zwischen Wolfgang und Lorenz (so hieß der Journalist) auf einer Holzbank vor der Klammerhütte mit dem Blick auf eine überdimensionale Brettljause. Nein, nein so darf Biken nicht sein, sagte eine innere Stimme in meinem Kopf, die dann aber doch nach kurzem Widerstandskampf gegen die verführerischen Düfte von geräuchertem Speck, frischem Kren und cremigem Glundner Käs unterlegen war.
Ich könnte jetzt noch das wiederum sehr unübliche Ende dieser Biketour erläutern, möchte das aber nun abschließen, denn es gibt jetzt im Oktober hoffentlich noch viele Gelegenheiten meinem "KTM Team Race" endgültig die Traurigkeit zu nehmen und es nach gut einem Monat trockener Büroluft und Veloursteppich unter den Stollenreifen endlich wieder auf die Güterwege und Trails der Nockberge zu entführen. Ohne Gondeltransfer, das steht fest!
Bild und Text zur Verfügung gestellt von Stefan Heinisch für das Redaktionsteam der Homepage www.badkleinkirchheim.at









Im Frühling treiben wir es auf die Spitze - mit einem besonderen Sportpaket!
Ein ...
Autorin: Brigitte Kaplenig
Wenn es mal wieder Zeit für eine kleine Auszeit ist, gehe...
Am 25. Mai 2012 findet das Speick Fest bei der Groar Keusch’n beim Kirchheimerhof...