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Geschichten aus Bad Kleinkirchheim

Es speikt in den Nockbergen

Autorin: Sigrun Hinteregger

Einer der Vorteile selbstständig zu sein, ist die Möglichkeit der spontanen Zeitplanung. Es geschah am Mittwoch früh. Bei traumhaftem, spätsommerlichen Wetter mitten in den Nockbergen habe ich kurzfristig im Hotel eine Wanderung angesagt. Tatsächlich haben sich Wanderer gefunden und so sind wir um 9.30 Uhr losgefahren Richtung Nockalmstraße. Eigentlich wollten wir von der Prieshütte in die Schneegrub´n wandern, weil da derart viel Speik zu riechen und zu sehen ist. Nun ja, spontan wie wir unterwegs waren, konnten wir in Wiedweg dem traumhaften Anblick der Moschelitzn und dahinter dem Falkert nicht widerstehen und ich habe den Hotelbus Richtung Falkertsee gelenkt. Schon die Ankunft war derart fantastisch, dass sogar mir (bin ja begeisterte Naturfreundin) das Herz schneller schlug. Vom Falkertsee bergwärts, weiter durch das Sonntagstal Richtung Falkertspitze, wurden wir vom intensiven Duft des Speik regelrecht berauscht.

Diese Intensität des Duftes ist für die Jahreszeit Ende September gar nicht mehr so selbstverständlich. Aber wie bei allem – die Menge machts – und daher meinte ich „hier speikts noch richtig heftig“. Meine Gäste waren von den bewachsenen Almböden mit „Grant´n“, „Schwarzbeer“- und „Almrauschsträuchern“ total begeistert. Frisches Almwasser springt zwischen den Steinen hervor und davon zu kosten ist ein wahres Erlebnis. Dieses Quellwasser schmeckt einfach fantastisch!

Bei der ganzen Schwärmerei von der herrlichen Natur, dem Speikduft, den vielen Quellen und dem traumhaften Panorama in die Bergwelt gingen wir leichtfüßig Richtung Gipfel. Das letzte Stück ist schon ein bisschen anspruchsvoll, so zwischen den Felsen dem Gipfel zu, aber wir waren vom warmen Wetter, Sonne und Fernblick abgelenkt und kurz darauf mit einem kräftigen „Berg Heil“ am Gipfel. A Schnapsl zur Stärkung, a bissl rasten und auch a bissl leise sein. Es war eine tolle Zufriedenheit zu spüren. Von der Hektik der spontanen Wanderung am Morgen war in dem Moment nix mehr da. Mit der gewonnenen Gelassenheit traten wir Richtung Falkertsee den Rückweg an. Unterwegs waren noch eifrige „Grant´n (Preiselbeeren) – Klauber (Pflücker) zu sehen und die vollen Säcke ließen auf eine gute Ernte schließen.

Bild und Text zur Verfügung gestellt von Sigrun Hinteregger für das Redaktionsteam der Homepage www.badkleinkirchheim.at

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