Geschichten aus Bad Kleinkirchheim
Ein Vormittag im Zirbenwald
Autor: Verena Schneider
Turracher Höhe. Talstation Kornockbahn. 10 Uhr. „Herzlich Willkommen ... freut mich dass so viele mit dabei sind ... wir werden heute hier heroben einiges über die Zirbe in Erfahrung bringen“, begrüßt uns Markus von der Nationalparkverwaltung. Wir, das sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen Urlauber aus Österreich, Deutschland, Holland und Italien.
Los geht’s am Ufer des Turracher Sees entlang beim Järgerwirt links hinauf in den Zirbenbereich. Dort treffen wir auf die ersten Exemplare der mächtigen Zeitgenossen. Wir lernen, dass die Zirbe zur Familie der Kiefern zählt und vor rund 20.000 Jahren von Sibirien hergewandert ist. Sibirien – dort ist es doch so extrem kalt - Ja! Gerade deshalb fühlt sich die Zirbe hier in den Nockbergen auch so richtig wohl. Das Klima mit den extremen Bedingungen ist wie geschaffen für diesen „Kämpferbaum“, der bis auf 3000m hinauf wächst und schon bei 4 Grad mit der Photosynthese beginnt.
Um uns herum sind Lärchen, Kiefern und Zirben. Doch wie erkennt man als Laie den Zirbenbaum? Dafür gibt es eine ganz einfache Regel. Erstens hat die Zirbe sehr weiche Nadeln und zweitens ist sie der einzige Nadelbaum, der an einem Punkt 5 Nadeln vereint.
Der Pfad führt immer höher hinauf in den Zirbenwald. Oben angekommen erhält jeder von uns ein scharfes Messer, einen Zirbenzweig und ein kleines Fliessäckchen. Das befüllen wir mit den Nadeln und Zirben-Holzstückchen. Denn wir sollen nicht nur hier den Zirbenduft genießen können, sondern auch zuhause.
Mein eigenes Duftsäckchen liegt jetzt neben dem Bett, denn die im Zirbenholz enthaltenen ätherischen Öle sollen sich ja bekanntlich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken ... Wie das Säckchen bereits auf mich wirkt? Das kann ich noch nicht sagen, doch eines weis ich genau, es duftet einfach himmlisch nach Zirbenwald.
Bild und Text zur Verfügung gestellt von Verena Schneider für das Redaktionsteam der Homepage www.badkleinkirchheim.at










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