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Geschichten aus Bad Kleinkirchheim

Auf Spurensuche im Hochmoor

Autor: Markus Patscheider

Auch wenn im Winter die Natur scheinbar einen Gang zurückschaltet und der Schnee so manches Geräusch dämpft, gibt es im Wald allerhand zu hören und zu sehen. Durch den verschneiten Wald zu spazieren kann dann sehr spannend werden. Da begegnen einem nicht nur Ski-, Rodel- oder Schneeschuhspuren, sondern vor allem große und kleine Tierspuren. Vielleicht hoppelte hier vor kurzem ein Schneehase entlang. (Sein braunes Fell, färbt sich zur Tarnung im Winter schneeweiß).

Erst mit dem Schnee wird offensichtlich, dass viele Tiere (Marder, Fuchs, Reh,...) auf der Suche nach Nahrung, vor uns den Weg gekreuzt haben. Da werden selbst die größten Stubenhocker zu Trappern und mit ein wenig Übung lässt sich aus dem Schnee so manches herauslesen.

Tipp: Schließen Sie im Wald für einige Minuten die Augen und lauschen Sie auf alles was Sie hören können. Es ist erstaunlich, welche Geräuschvielfalt sich beim bewussten Hinhören offenbart.

Wer nicht allein auf Spurensuche gehen will, der kann sich den Profis von der Nationalparkverwaltung anschließen. Sie können nicht nur Tierspuren lesen, sondern erzählen von Überlebensstrategien aus der Tier- und Pflanzenwelt um unbeschadet über den Winter zu kommen.

Einige Tiere halten Winterruhe (Eichhörnchen), Winterschlaf (Murmeltier), oder fallen in Winterstarre (Insekten). Andere wiederum sind äußerst aktiv. Zum Beispiel der Tannenhäher. Er ist im Winter damit beschäftigt eines seiner bis zu 6000 Zirbennussverstecke wiederzufinden die er den Sommer über angelegt hat. Verständlich, dass wir dabei in seinem Futterrevier nicht willkommen sind. Er „verpfeift“ uns schon von weitem. ... da es natürlich nicht möglich ist alle Zirbennüsse aufzuspüren, hilft er gleich nebenbei dem Charakterbaum der Nockberge sich fortzupflanzen.

Spurensuche ist im Winter bei jedem Spaziergang möglich. Viel zu entdecken gibt es allerdings bei einer Runde um das Hochmoor St. Lorenzen und langweilig wird es garantiert nie. Denn selbst wenn alle Tierspuren zugeordnet sind, brauchen Sie nur bis zum nächsten Neuschnee zu warten und schon geht die Spurensuche wieder von vorne los.

Anfahrt: Zum Hochmoor St. Lorenzen gelangt man über die Ebene Reichenau. Im Ort biegen Sie rechts Richtung Gurk. Unterhalb der Kirche führt links der beschilderte Wanderweg zum Hochmoor.

Geführte Tour der Nationalparkverwaltung: Mit den Schneeschuhen das Hochmoor im Winter erkunden Donnerstag 10 Uhr (Dauer 4 Stunden) Anmeldung Nationalparkverwaltung Ebene Reichenau telefonisch unter 04275-665.

Bild und Text zur Verfügung gestellt von Markus Patscheider für das Redaktionsteam der Homepage www.badkleinkirchheim.at

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